verbundenheit

Gestern hatte ich ein längeres Gespräch mit einer Freundin. Wir haben darüber gesprochen (nein, eigentlich haben wir uns mehr angesudert), dass es uns immer schwerer fällt, unser hohes Stress Level wieder auszugleichen.

Welche Auslöser für eine (ungesund) hohe Belastung verantwortlich sind, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Was für mich belastend ist, ist für dich vielleicht keine große Sache.

Wir Menschen haben nun mal unterschiedliche Konstitutionen und auf welche, der sogenannten, Trigger wir wie reagieren ist ebenso unterschiedlich.

Gemeinsam haben wir aber die körperlichen Reaktionen auf Stress Situationen.

Unser Körper unterscheidet nicht wirklich zwischen einer lebensbedrohlichen Situation und zum Beispiel einem unangenehmen Gespräch mit einem Vorgesetzten.

In jeder Stress Situation passiert in Bruchteilen von Sekunden folgendes:

die Verdauung wird unterbrochen, das Blut fließt aus den inneren Organen in die Muskulatur, der Spannungszustand erhöht sich, Adrenalin wird ausgeschüttet, der Sauerstofftransport wird verstärkt, die Herzfrequenz steigt…

Und wenn dieser Stressreaktion keine körperliche Aktivität folgt, bleiben diese „Helferlein gegen Gefahren“ im Körper und können ihn auf Dauer massiv schädigen. Das passiert natürlich nicht sofort und ist auch sicher nicht bei jedem Menschen gleich ausgeprägt, aber das Grundprinzip ist immer das selbe.


Die Krux bei langanhaltender, stressvoller Belastung ist, dass sich diese im Körper und im Kopf „einnistet “ und Entspannung immer schwieriger wird.

Leider verfalle ich auch noch immer sehr gerne in den Irrglauben, dass ich erst dann eine Pause brauche, wenn einfach nichts mehr geht.

Das Problem dabei ist, dass es dann eventuell schon viel zu spät ist. Sobald mein Körper mir subtil (Beklemmungsgefühl) oder ganz offensichtlich (Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme oder anhaltende Müdigkeit) zu verstehen gibt, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, dann ist es höchste Eisenbahn einen Gang runter zu schalten.


Als ersten Impuls möchte ich heute noch einmal wiederholen, was ich dir schon vorgestern mitgegeben habe.

Wenn es eine Situation oder ein Gefühl in deinem Leben gibt, dass dich belastet, dann gehe die folgenden Schritte:

  • finde heraus, was du ändern willst
  • erkenne, was du ändern kannst und was außerhalb deines eigenen Einflussbereichs liegt
  • gehe einen Schritt nach dem anderen 
  • sei anderen und dir selbst gegenüber nachsichtig 

Mein zweiter Impuls ist nicht ganz uneigennützig, aber ich bin von ganzem Herzen davon überzeugt.

Schon kleine, regelmäßige Auszeiten (und da spreche ich nicht von Thermenwochenenden, die im Moment wahrscheinlich sowieso nicht besonders entspannend sind) können uns helfen das Stressniveau im Körper auf einem gesunden Level zu halten.

Meine kleinen Auszeiten sind zum Beispiel:

ein Bad nehmen
ein Buch lesen
schlafen
raus aus dem Haus und bewegen
einfach nur auf der Couch herumliegen
telefonieren
schreiben

Und natürlich möchte ich dir auch den Mitmachbereich in meinem Pausenraum ans Herz legen.

Dort findest du Atem- und Entspannungsübungen, die alle nicht länger als 20 Minuten dauern.

Einfach auf den Link klicken, etwas aussuchen und entspannen.


Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause.

Elizabeth Barrett Browning

 

Ich freue mich immer sehr, wenn du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt – also keine Scheu!!!

 

Bleib achtsam und gesund, deine Viktoria