Es ist jetzt schon ein paar Jahre her, dass wir Besuch von meiner Familie aus Holland bekommen haben.
Es war in den Weihnachtsferien und es war schon ziemlich kalt.
Nicht eisig kalt, aber kalt.

Und da waren wir, eingepackt in mehreren Schichten und da waren sie, teilweise kurzärmelig.

Schon damals habe ich darüber nachgedacht, ob Kälteempfinden nicht vielleicht doch antrainiert ist.


Wie oft sage ich meinen Kindern, dass sie sich anziehen sollen, damit sie nicht krank werden.

Ohne Haube aus dem Haus gehen? Niemals!

Barfuß auf dem Fliesenboden? Zieh doch bitte wenigstens Socken an.

Draußen hat es „nur“ 15 Grad? Vielleicht sollten wir doch die Heizung wieder einschalten.


Und dann Jahre später habe ich in einem meiner liebsten Magazine (Achtung Werbung – hihi: Carpe Diem) einen Artikel über Wim Hof, aka The Iceman, gelesen.

Wim Hof besteigt sehr hohe Berge, nur in Shorts und Turnschuhen.
Wim Hof badet in Eiswasser.
Wim Hof durchschwimmt im Winter eiskalte Flüsse.

Und Wim Hof meint, dass er durch dieses Training (die Kombination aus Atmung, Bewegung und Kälte) Einfluss auf sein vegetatives Nervensystem nehmen kann und vor allem seine Widerstandskraft stärkt.

Wenn du mehr über diesen wahrlich außergewöhnlichen (vielleicht auch ein bisschen verrückten) Menschen und seine Methode lesen möchtest, dann klicke gerne hier.


Die Hauptbestandteile der sogenannten Wim Hof Methode sind:

  • bewusstes Atmen
  • schonende Bewegungen (zB Yoga oder Qigong)
  • die positive Wirkung von Kälte
Naja, hab ich mir gedacht – bewusstes Atmen gehört schon lange zu meinem Alltag, genauso wie Yoga. Da fehlt eigentlich nur mehr die Kälte.

Eigentlich…


Das erste Mal unter der kalten Dusche zu stehen war nicht lustig. Ich habe tatsächlich gedacht, dass ich auf der Stelle sterben werde.
Ich bin nicht gestorben.

Doch nach und nach habe ich gelernt, dass mir mein bewusstes Atmen tatsächlich helfen kann, die Kälte nicht nur auszuhalten, sondern sie tatsächlich (ein bisschen zumindest) zu genießen.

Heute bin ich wirklich stolz, dass ich einige Minuten unter der kalten Dusche stehen kann und mich danach wach, frisch, gesund und irgendwie auch sehr frei fühle.

Meine ganz individuellen Aha-Erlebnisse aus meinem „Kalt Duschen Experiment“:

  • idealerweise beginnt man damit im Sommer 🙂
  • meine schon immer sehr trockene Haut ist nach und nach nicht mehr so trocken
  • ich ertrage Hitze eindeutig besser
  • das Schwimmbad kann gar nicht kalt genug sein

Gespannt bin ich, wie sich diese Praktik im Winter auswirken wird. Werde ich tatsächlich weniger oft verkühlt sein? Werde ich es schaffen barfuß im Schnee zu laufen und dabei auch noch zu lächeln?

Wir werden es sehen und ich halte dich da natürlich auf dem Laufenden.


Du möchtest es auch einmal versuchen?

Hier wäre ein möglicher Weg:

  1. Atme einige Minuten bewusst – gerne auch mit meinen Audios im Pausenraum.
  2. Bewege dich schonend aber regelmäßig. Mein Favorit im Moment ist die DownDog Yoga App (ich liebe sie, aber davon ein anderes Mal mehr)
  3. Dann stelle dich für den Anfang 5 Sekunden unter die kalte Dusche. Verlängere die Dauer, wie es sich für dich richtig anfühlt.

Ich hoffe du weißt, dass ich bei all meinen Geschichten hier, immer aus der Perspektive einer Lernenden erzähle.

Lernen – Verlernen – Neu lernen

Ich kann dir immer nur aus meinen eigenen Erfahrungen berichten und ich bin mir völlig bewusst, dass das was gut für mich ist, eventuell für dich nicht passend ist.

Nimm‘ dir das was für dich passend ist – versuche auch mal etwas Unkonventionelles. Und lass‘ uns gemeinsam wachsen!