verbundenheit

Verbunden fühlen können wir uns, je nach Situation, zu den unterschiedlichsten Menschen.
Zu unseren Familienmitgliedern, im Job zu den Kollegen, in einem Verein zu den Vereinskollegen…

Und natürlich zu Freunden – zu unseren „Gefährten und Verbündeten“.


„Freundschaft bezeichnet ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet.“ (Wikipedia)


Es gibt nur wenige Menschen, die ich bisher in meinem Leben kennen gelernt habe, die mir von Anfang an unsympathisch waren. Ich versuche tatsächlich – ohne, dass ich mich bewusst dafür entscheide – in jedem Menschen etwas Positives zu erkennen, an dem ich sozusagen andocken kann.

Und deshalb habe ich auch recht viele Bekannte und Menschen, die mich interessieren und mit denen ich gerne zusammen bin.

Meine Freunde allerdings, kann ich an einer Hand abzählen.


Freunde sind für mich:

Menschen, die mir sagen, wenn ich irgendwo im Leben falsch abbiege und die für mich da sind, auch wenn es gerade nicht so gut passt.

Menschen, bei denen ich ich selbst sein kann und die mich nicht trotz, sondern gerade wegen meiner kleinen „Fehler“ mögen.

Menschen, denen ich vertrauen und auf die ich mich verlassen kann.


Manche dieser Freundschaften begleiten mich schon seit vielen Jahren, manche Freundschaften haben „sich beendet“ und Platz gemacht für neue Freundschaften.

Unser Leben ist komplex – wir verändern uns ständig und da ist es ganz normal, dass sich auch Freundschaften verändern und sich eventuell auch auseinander entwickeln.


Achtsamkeit kann uns auch bei unseren Freundschaften helfen, uns nah zu bleiben.

  • Wichtig bei Freundschaften ist die Qualität. Deshalb sollten wir unsere Freundschaften nicht an der Regelmäßigkeit oder Menge der verbrachten Zeit messen. Wir können uns auch über die Distanz verbunden fühlen und wenn wir uns auch nach langer Zeit wieder sehen, sofort wieder wohlfühlen.
  • Aufmerksamkeit aufzubringen, für die Gefühle und Bedürfnisse des/der Anderen kann manchmal ganz schön schwierig sein. Hier hilft eine kleine Übung: Macht euch einen Zeitraum aus, in dem der/die Eine von euch sprechen darf und erzählt was ihn/sie so  bewegt und der/die Andere hört nur zu. So können wir wirklich das sagen, das uns wichtig ist und wir können dem anderen einmal richtig zuhören.
  • Gerade in Freundschaften, die uns sehr lieb sind, sollten wir unser Vertrauen in diese Freundschaft zeigen, indem wir auch kritische und schwierige Punkte ansprechen. Wie immer im Leben ist es auch hier gut, von sich selbst zu sprechen. Äußern, was wir wahrnehmen und was wir dabei fühlen. Hier sollte immer klar mitschwingen: Ich bin nicht hier um dich zu verurteilen, oder weil ich es besser weiß. Ich möchte nur ehrlich mit dir sein und mit dir gemeinsam die Wahrheit herausfinden.

Metta – Meditation über die liebende Güte

Die altindische Metta-Meditation hilft uns unsere eigenen Bedürfnisse und auch die Gefühle anderer besser wahrzunehmen. Und das wiederum hilft uns, erfüllende Freundschaften zu führen.

Nimm‘ dir für die Meditation am Besten regelmäßig 15 Minuten Zeit:

  • Sitze bequem und aufrecht, schließe die Augen und lass deinen Atem ruhig fließen.
  • Richte deine Aufmerksamkeit zuerst auf dich selbst. Sprich innerlich mehrmals langsam die Sätze “ Möge ich glücklich sein. Möge ich frei von Leiden sein. Möge ich friedvoll sein.“
  • Richte deine Aufmerksamkeit dann auf deine Familie und wiederhole innerlich mehrmals langsam die Sätze „Möget ihr glücklich sein. Möget ihr frei von Leiden sein. Möget ihr friedvoll sein“.
  • Lenke deine Aufmerksamkeit nun auf deine Freunde – visualisiere sie und sprich langsam die Sätze „Möget ihr glücklich sein. Möget ihr frei von Leiden sein. Möget ihr friedvoll sein“.
  • Erweitere nun deine Güte und lenke deine Aufmerksamkeit auf die „Menschen des täglichen Lebens“ – Bekannte, entfernte Verwandte, Kollegen… Wiederhole innerlich mehrmals langsam die Sätze „Möget ihr glücklich sein. Möget ihr frei von Leiden sein. Möget ihr friedvoll sein“.
  • Versuche nun deine Aufmerksamkeit auf die Menschen auszuweiten, die du nicht magst oder die dir Schwierigkeiten bereiten. Wiederhole innerlich mehrmals langsam die Sätze „Möget ihr glücklich sein. Möget ihr frei von Leiden sein. Möget ihr friedvoll sein“.
  • Lasse deinen Atem noch einige Male bewusst fließen und denke abschließend die Sätze „Mögen alle Wesen glücklich sein. Mögen alle Wesen frei von Leiden sein. Mögen alle Wesen friedvoll sein“.
  • Bleibe noch kurz sitzen- atme dann tief durch und öffne wieder deine Augen.

 


Ältere Freundschaften haben neuen hauptsächlich voraus, dass man sich schon viel verziehen hat.

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

Ich freue mich immer sehr, wenn du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt – also keine Scheu!!!

 

Bleib achtsam und gesund, deine Viktoria