perspektive

Ganz ehrlich – ich habe es langsam satt. Ich habe es satt, dass es nie genug ist. Ganz egal wie viel man macht, wie viel man kann, wie viel man hat – es darf/kann/soll immer noch ein bisserl mehr sein.

Und das nimmt keinen Lebensbereich mehr aus – alles soll optimiert werden, sogar man selbst.

Das nennt man dann Selbstoptimierung – man quält sich in Fitnessstudios und schwört auf clean eating und Detox, hat unzählige Apps am Handy, die das ganze Leben aufzeichnen, analysieren und dann Tipps geben, wie man das wirklich Beste aus sich herausholen kann. Dazu kommt noch eine ganze Reihe an Angeboten und Kursen, die es sich auch auf die Fahne heften uns zu helfen die beste Version unseres Selbst zu werden.

Was aber, wenn es genau jetzt schon das Beste wäre und man nur zufrieden die magischen, kleinen Dinge genießen könnte, anstatt dem „noch ein bisschen Besseren“ immer weiter nachzulaufen?

Was wäre, wenn man einfach akzeptieren würde, dass es im Leben eben nicht immer nur sonnig sein kann, sondern dass es auch mal stürmt und regnet?

Was, wenn man sich einfach keine Gedanken mehr über sein Aussehen machen würde, sondern seinen Körper einfach so akzeptiert wie er ist und happy ist, dass man gesund ist?

Wie wäre es, wenn man sich damit zufrieden geben würde, dass man nun mal nicht DIE eine Berufung, sondern viele Interessen und Talente hat?

Tja, wie wäre das wohl?