Nicht die Glücklichen sind dankbar, es sind die Dankbaren die glücklich sind

(Francis Bacon)

Als ich vor mittlerweile mehr als 6 Jahren mit meinen beiden Jungs schwanger war, war ich einfach nur dankbar. Dankbar dieses Wunder miterleben zu dürfen.
In dieser Zeit ist mir das Zitat von Francis Bacon untergekommen und ich habe es zu meinem (inoffiziellen und damit auch nicht immer zwingend angewendeten) Motto gemacht.

Ich war super zufrieden mit meiner dankbaren Einstellung, bis ich auf meinem Weg zu mehr Achtsamkeit und einem Leben aus ganzem Herzen immer wieder über etwas gestolpert bin:

Dankbarkeitspraxis.

Praxis.

„Verdammt“ dachte ich mir, da hilft mir jetzt meine Dankbarkeitseinstellung nicht mehr weiter.

Also habe ich nach einem Weg für mich gesucht, Dankbarkeit zu praktizieren.
Bevor ich euch meine Dankbarkeitspraxis genauer vorstelle, möchte ich euch erzählen, wie Dankbarkeit mein Leben beeinflusst.

Dankbarkeit als Scheinwerfer auf die alltägliche Magie der kleinen Dinge

Dankbarkeit heißt für mich, jede Gelegenheit und jeden Augenblick als Geschenk anzunehmen. Dankbar zu sein bedeutet achtsam wahrzunehmen, was das Leben einem bietet und in all diesen Momenten Chancen zu erkennen. Wie ihr euch denken könnt, ist mein Alltag mit Familie, Job und meinen ziemlich zeitintensiven Nebenbeschäftigungen nicht immer rosarot. Oft ist er auch neblig grau oder es ziehen Gewitterwolken auf.

Und in diesen Momenten, wo wieder einmal das Chaos regiert, ich nicht ausgeschlafen bin, ich hektisch bin weil Besuch kommt oder alles nicht schnell genug für mich geht, versuche ich mir mit meinen Dankbarkeitsmantren weiterzuhelfen – „Ich bin dankbar für meine Familie“, „Ich bin dankbar für meinen Job“, „Ich bin dankbar für die Sonne am Tag und den Regen in der Nacht“, „Ich bin dankbar für unseren Geschirrspüler“ usw.

Ich schreibe hier absichtlich „versuchen“, denn ich schaffe es ungefähr genauso oft aus solchen Situationen positiv heraus zu kommen, wie ich es nicht schaffe. Aber das sind schon 50% mehr als noch vor ein paar Monaten und in ein paar Jahren, wenn sich meine „Dankbarkeit“ endlich in mir drinnen häuslich eingerichtet haben wird, werden es vielleicht 80-90% sein.

Wie geht es dir mit Dankbarkeit? Wofür bist du dankbar?

Entspannte Grüße, Viktoria