Buongiorno

Zum vorletzten Mal schreibe ich dir heute in unserem gemeinsamen achtsamen April.
Bald ist Mai und auch wenn die Krise uns noch länger begleiten wird, hoffe ich doch, dass ich dir den April ein bisschen erträglicher machen konnte.


Hast du im Frühling auch immer das Bedürfnis aufzuräumen? Wahrscheinlich hast du, so wie ich auch, die letzten Wochen dazu genutzt um Überflüssiges oder Ramponiertes in Haus und Garten auszusortieren.

Vielleicht hast du dadurch nicht nur Platz für Neues geschaffen, sondern auch bewusst einmal reduziert?


 TAG 29

Darf’s ein bisserl weniger sein?

 

Nicht nur Haus und Garten freuen sich über einen Frühjahrsputz, sondern auch dir selbst kann ein bisschen „aufräumen“ manchmal sicher nicht schaden.

60.000 Gedanken pro Tag wandern durch unseren Kopf und Gewohnheiten haben sich einen festen Platz in unserem Alltag gesichert.

Über diese Dinge denkt man normalerweise nicht nach, denn solange es keine direkten negativen Auswirkungen hat, gibt Mensch sich gerne mit dem Status Quo zufrieden.

Aber:

Nur circa 3 % unserer 60.000 Gedanken pro Tag sind positiv oder aufbauend und 95% davon hatten wir auch gestern schon.

Gewohnheiten sind an sich ja nichts schlechtes – der Autopilot steuert uns hier sicher und gleichmäßig durch unseren Alltag, ohne, dass wir uns ständig für oder gegen etwas entscheiden müssten.
Der Autopilot macht aber leider keinen Unterschied zwischen „guten“ und „schlechten“ Gewohnheiten – für jede dieser Tätigkeiten werden wir mit einer Dosis Glücksbotenstoffen belohnt.


Nutze doch einen ruhigen Abend und plane dein „innerliches aufräumen“.

Welche Gedanken belasten dich?
Welche Gewohnheiten sind schon fest in deinem Leben verankert, obwohl du weißt, dass sie nicht gut für dich sind?
Welche Menschen in deinem Leben rauben dir mehr Energie, als sie dir bringen?

Nimm‘ dir Zeit und versuche genau herauszufinden und abzuwägen, an welchen Themen du arbeiten möchtest (genauso wie du dir auch in deinem Zuhause ein Zimmer nach dem anderen vornimmst).

Hier ein paar Tipps, die dich dabei unterstützen können:


Gedanken

Lasse so wenig negative Gedanken zu, wie möglich. Das bedarf einiges an Übung, aber versuche es doch einmal:

1. Führe ein Gefühlstagebuch
Deine Gefühle sind sehr oft mit vorangegangen Gedanken verknüpft. Wenn du also das nächste Mal ein besonders intensives Gefühl erkennst, dann überlege, welche Gedanken diese ausgelöst haben könnten und schreibe es auf.

2. Dreh‘ negative Gedanken in positive um
Such‘ den Vorteil in jeder Situation, anstatt dich über sie zu ärgern.


Gewohnheiten

Ich bin mir ganz sicher, dass du dir sehr bewusst bist, welche deiner Gewohnheiten gut und welche eher schlecht für dich sind. Wie so oft liegt es auch in diesem Fall nicht am (Nicht-) Wissen, sondern an den „fehlenden“ Alternativen.

1. Ersetze alte Gewohnheiten durch neue Gewohnheiten
Hör‘ nicht einfach mit etwas auf, sondern ersetze die Tätigkeit durch eine positive, angenehme Handlung.

2. Suche den Auslöser für deine (schlechte) Angewohnheit
und überlege dir bis ins kleinste Detail, wie du in Zukunft auf diesen Auslöser reagieren möchtest.


Auch beim Frühjahrsputz in Haus und Garten geht nicht alles auf einmal und gute Dinge brauchen bekanntlich Weile.

Nutze die Achtsamkeit, die du in den letzten Wochen entdeckt hast, um klar und wach in deinem Alltag diese Themen anzugehen.


 

Wer ausmisten will, muss zuerst die Schweine aus dem Stall jagen.

Günther Damm

 

Ich freue mich immer sehr, wenn du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt – also keine Scheu!!!
Achtsame Grüße und bis morgen, eure Viktoria