Guten Morgen

Die letzte Woche in unserem achtsamen April bricht an und ich bin schon ein bisschen wehmütig.
Diese täglichen Newsletter sind wie ein Anker für mich und ich bin schon fleißig am überlegen, was dann ab Mai mein Anker sein wird.

Sobald ich mich für eine Idee entschieden habe lasse ich es dich wissen – vielleicht möchtest du ja dann auch wieder dabei sein.

„Gemeinsam ist besser“ lautet schon sehr lange mein Motto und gerade wird dieses „Gemeinsam“ auf eine harte Probe gestellt. Es muss sich verwandeln, von etwas angreifbaren zu etwas spürbaren.
Und genau das ist mein Ziel für diesen achtsamen April und die Zeit danach:

Ich möchte, dass du spürst, dass du nicht alleine bist. 


 

TAG 27

Geh‘ in den Wald

Schon in den 80er Jahren regte die staatliche japanische Forstbehörde an, Ausflüge in den Wald als Bestandteil eines guten Lebensstils zu integrieren und mittlerweile gilt es als gesichert, dass der Aufenthalt im Wald wie eine Art Aromatherapie wirkt.

Shinrin Yoku (bedeutet auf Deutsch so viel wie „ein Bad in der Atmos­phäre des Waldes nehmen“) ist nun eine anerkannte Stress-Management-Methode, die vom japanischen Gesundheitswesen gefördert wird und sich auch bei uns immer größerer Beliebtheit erfreut.

Studien zeigen, dass durch das Einatmen der ätherischen Öle, die die Bäume in die Luft abgeben, unser Immunsystem gestärkt wird und unser Körper verstärkt so genannte Killerzellen produziert, die gegen Krebs wirken. Untersuchungen belegen auch, dass sich durch den Aufenthalt im Wald Angstzustände, Depressionen und Wut verringern, Stresshormone abgebaut werden, zu hoher Blutdruck gesenkt wird und die Vitalität steigt.

(Quellen u.a.: „Effect of forest environment on human immune function“ )


Finde einen Ort, an dem Bäume wachsen und geh‘ dort spazieren.

Je mehr Bäume und je älter und unbeschädigter sie sind, umso besser, aber jeder Baum ist im Prinzip gut genug.

Selbst innerstädtisch gibt es immer irgendwo Ansammlungen von Bäumen, du brauchst nur danach Ausschau zu halten.

Wenn du bei deinen Bäumen bist, dann atme tief ein und spüre wie beruhigend das wirkt.
Wenn du möchtest kannst du dich auch hinsetzen und dich an einen Baumstamm lehnen oder du umarmst einfach einmal einen Baum und atmest ganz bewusst den Geruch der Rinde ein.

Liebe die Bäume für das, das sie sind:
Erstaunliche, lebendige Ökosysteme, die für unsere Erde und ultimativ auch für uns Menschen lebensnotwendig sind.

Von Bäumen umgeben zu sein, erdet uns und gleichzeitig haben wir auch das Gefühl mit dem großen ganzen verbunden zu sein. 


Glaube mir,
denn ich habe es erfahren.

Du wirst mehr
in den Wäldern finden
als in den Büchern.

Bäume und Steine
werden dich lehren,
was du von keinem
Lehrmeister hörst.

Bernhard von Clairvaux

 

Ich freue mich immer sehr, wenn du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt – also keine Scheu!!!
Achtsame Grüße und bis morgen, eure Viktoria