Hallihallo

Es ist schon wieder Sonntag.
Ich hoffe du machst dir heute einen schönen Tag, das Wetter soll ja nicht so schlecht werden.

Vielleicht hast du jetzt das Gefühl, dass alles sich wieder einpendelt und der Wunsch nach mehr Kontakt wird immer größer. Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich das nachvollziehen kann, aber dennoch denke ich, dass wir bei allen Aktivitäten zweimal nachdenken sollten, bevor wir sie tun.

Versteh mich bitte nicht falsch – ich bin aus tiefstem Herzen Optimist und ich weiß, dass die Zukunft wieder gefüllt sein wird mit Umarmungen, Familienfeiern, Wochenenden bei den Verwandten, Kochtreffen mit meinen liebsten Freunden, Kino, Konzerten und Kinderfußballturnieren.

 

Aber ich weiß nicht, wann diese Zukunft sein wird.

Auch ich hoffe, dass das Schlimmste schon vorbei ist.
Auch ich hoffe, dass bald alles so ist wie früher und wir einfach so wieder Kontakt zu unseren Freunden und Familien haben können.
Auch ich hoffe, dass es keine zweite Welle geben wird und alle, die mittlerweile in echten Existenzschwierigkeiten sind, endlich durchatmen und wieder durchstarten können.

Ich wünsche mir Normalität für mich und meine Familie, aber vor allem wünsche ich mir Gesundheit für alle, die besonders gefährdet sind.

Und genau deshalb werde ich auch weiter vorsichtig sein und achtgeben, weil ich davon überzeugt bin, dass wir alle die Verpflichtung haben, die zu schützen, die am verletzlichsten sind.

Auch wenn es echt schwer fällt…


 TAG 26

Schreib‘ einen Brief

Gerade in Zeiten der Isolation wünschen wir uns oft mehr Nähe. Körperliche Nähe ist im Moment noch nicht möglich, aber wir können uns mit anderen verbinden, indem wir uns Zeit für sie nehmen.

Das kann ein Telefonat oder eine Videokonferenz sein – ist es nicht wunderbar, welche technischen Möglichkeiten uns jetzt zur Verfügung stehen um Kontakt zu halten?

Tiefe Beziehungen entstehen nicht aus räumlicher Nähe, sondern aus vielen kleinen Momenten und Anstrengungen.

Und was ist in der heutigen digitalen Zeit „anstrengender“ als einen Brief per Hand zu schreiben?


Schreib einen Brief and einen Menschen, der dir wichtig ist.

Was du schreibst ist egal, es sollte nur mindestens eine Sache zum Ausdruck kommen, die du an diesem anderen Menschen schätzt.

Lass‘ dir dabei Zeit – wir schreiben so selten Briefe, dass du es so richtig auskosten solltest. Sorg‘ dafür, dass wirklich jedes Wort zählt. Schreiben wir einen Brief per Hand, messen wir unseren Worten noch viel mehr Bedeutung bei und wenn es dir doch sehr mühsam erscheint, dann denke doch an den Briefempfänger, dessen Tag durch deinen Brief ein bisschen bunter und schöner sein wird.


Ein Brief ist eine Seele.
Er ist ein so treues Abbild der geliebten Stimme, die spricht, dass empfindsame Seelen ihn zu den köstlichsten Schätzen der Liebe zählen.

Honore de Balzac

 

 

Ich freue mich immer sehr, wenn du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt – also keine Scheu!!!
Achtsame Grüße und bis morgen, eure Viktoria

Übung gesehen, getestet und für gut befunden in „Wake Up! 54 Ideen für ein achtsames Leben“ von Chris Baréz-Brown