Guten Morgen

Manchmal wache ich in der Früh auf und habe so ein eigenartiges Gefühl. Ein Gefühl, das ich nicht richtig einordnen kann.
Meistens schlägt sich dieses Gefühl dann bei mir auch gleich mal auf den Magen, was wiederum meine Laune frühmorgens nicht unbedingt hebt.

Frei nach dem Sprichwort „was mich nicht umbringt, macht mich ja nur härter“ habe ich es lange beiseite geschoben und dann den ganzen weiteren Tag mit einem undefinierbaren Gefühl irgendwo zwischen Ruhelosigkeit, Grant und Verzweiflung begleitet von körperlichem Unwohlsein verbracht.

Heute weiß ich, dass etwas nicht stimmt, wenn ich mit so einem Gefühl aufwache. Das heißt aber leider noch lange nicht, dass ich es nicht doch noch ziemlich oft ignoriere und mich durch den Tag kämpfe.

Unser Körper ist schon wirklich phänomenal. Immer wieder staune ich darüber, wie anpassungsfähig er eigentlich ist.
Was ich aber in den letzten Jahren gelernt habe (und das kommt wahrscheinlich wirklich mit den Lebensjahren) ist, dass der Körper Stress nur bis zu einem gewissen Punkt ertragen kann.

Und wenn dieser Punkt erreicht ist, dann wache ich in der Früh mit einem eigenartigen Gefühl auf, das sich mir dann auf den Magen schlägt, was wiederum meine Stimmung nicht gerade hebt…

Wenn ich dann mit diesem eigenartigen Gefühl aufwache habe ich zwei Möglichkeiten:

Entweder ich versuche es zu ignorieren und stehe den Tag irgendwie durch oder ich nehme mir Zeit und suche nach der Ursache für dieses eigenartige Gefühl.

Und obwohl Option 1 wirklich nicht angenehm ist wähle ich sie ziemlich oft, denn Option 2 bedeutet, dass ich mir eingestehen muss, dass irgendetwas in meinem Leben wieder einmal aus dem Ruder läuft.

Die Erkenntnis, dass es mal wieder soweit ist und ich mich übernommen habe, hilft mir zwar dabei, das Gefühl verschwinden zu lassen, aber diese Tatsache auch zu akzeptieren ist wirklich kein Spaß (für mich).


TAG 23

Komm‘ bei dir selbst an

Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen keinen besonders guten Draht zum eigenen Körper haben. Ganz abgesehen von der Optik, die doch häufig als „unvollkommen“ wahrgenommen wird, hören wir auch nicht oder nur sehr selten auf ihn. Und wenn wir ihn hören, dann verstehen wir ihn nicht.

Ich nehme mich hier gar nicht aus – meine Beziehung zu meinem Körper ist meine tägliche Herausforderung.

Da aber unser Körper unser Zuhause ist, sollten wir lernen ihn zu akzeptieren, uns an ihm zu erfreuen und ihm vor allem zuzuhören.


Unsere heutige Übung ist der Body Scan.

Bei dieser Übung reisen wir durch den ganzen Körper um herauszufinden, was er uns sagen will und um eine gesunde Beziehung zu ihm aufzubauen.

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und suche dir einen ruhigen Ort, an dem du dich bequem hinlegen kannst. Im Pausenraum habe ich eine Anleitung für den Body Scan aufgenommen – du findest diese hier:

Bodyscan


 

Frieden beginnt damit, dass sich jeder von uns um seinen Körper und um seinen Geist kümmert.

Thich Nhat Hanh

 

Ich freue mich immer sehr, wenn du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt – also keine Scheu!!!
Achtsame Grüße und bis morgen, eure Viktoria