Schön, dass du wieder da bist

Meine, zugegeben sehr kurzfristige, Entscheidung diesen achtsamen April auszurufen war wahrscheinlich einer meiner besten Ideen überhaupt.

In einem meiner letzten Blogbeiträge habe ich darüber geschrieben, dass es mir oft schwer fällt regelmäßig zu schreiben. Nicht, weil es mir keinen Spaß macht, sondern weil ich, vor allem an vollgepackten Tagen, diese kurzen Momente der Motivation einfach übersehe.


Vor längerer Zeit habe ich das Buch „Better than before“ von Gretchen Rubin gelesen.
In diesem Buch schreibt sie darüber, wie Gewohnheiten entstehen und wie man seine Gewohnheiten ändern kann und das hängt sehr stark damit zusammen in welchen der 4 unterschiedlichen Persönlichkeitstypen – „Four Tendencies“ man fällt.
Das hat mich extrem neugierig gemacht und nachdem ich den dazugehörigen Test gemacht habe weiß ich nun, dass ich ein „Obliger“ bin. Ich kann sehr gut mit äußeren Erwartungen umgehen (weshalb ich in meinem Beruf so gut wie nie prokrastiniere*), habe aber Probleme damit meine inneren Erwartungen zu erfüllen.
Ich fühle mich anderen gegenüber viel mehr verpflichtet als mir selbst.


Und genau deshalb war und ist die Entscheidung jeden Tag zu schreiben und dir diese Inspirationen zu schicken, die beste Motivation für mich. Ich mache das nämlich für dich (und natürlich auch ein bisschen für mich 🙂 ).

* wenn du mehr über meine Gedanken zur Prokrastination (oder Aufschieberitis) lesen möchtest, dann klick doch hier.


TAG 21

Wieder einmal etwas Neues

Gewohnheiten sind wirklich etwas sehr feines.
Es hat etwas tröstliches, wenn wir tagein, tagaus das Gleiche tun und uns so vielleicht sogar das Schreckgespenst „Ungewissheit“ vom Hals halten können.

Wenn wir uns aber immer Sorgen darüber machen, was eventuell passieren könnte und aus Angst davor, dass der sehr unwahrscheinliche Fall eintritt und sich unsere Befürchtungen bewahrheiten, verpassen wir unter Umständen wirklich wunderbare Erfahrungen.

Warum also nicht einmal ein bisschen herum experimentieren und Dinge tun, die dir Spaß machen (könnten) und Farbe in dein Leben bringen?


Versuche heute etwas NEUES

Das kann wirklich alles sein, solange es aufregender ist und vielleicht auch mehr Spaß macht als normal.

Beispiele?

  • hör doch einmal Musik, die du bisher noch nie gehört hast
  • kauf dir beim nächsten Wocheneinkauf Zutaten, die du bisher noch nicht verwendet hast und koch daraus etwas
  • probier ein neues Hobby aus, das dich schon immer gereizt hat
  • usw…

Das Wichtigste ist, dass es anders und neu für dich ist.

Wenn du etwas Neues ausprobierst, wirst du merken, dass sich deine Sinne verschärfen und du vielleicht auch mit einem ängstlichen Reflex auf das Unbekannte reagierst. Nutze diese frische Perspektive und atme die Ungewissheit einfach weg.


Ich wollte schon immer einmal richtig schwimmen lernen und letzten Oktober habe ich mich dann tatsächlich zu einem „Kraulschwimmkurs für Anfänger“ angemeldet. Ich sage dir, dass war wirklich Charakter bildend. Die ersten Einheiten habe ich erstens die Bewegung überhaupt nicht verstanden und zweitens bei jeder halben Länge (weiter bin ich nicht gekommen) das halbe Becken ausgetrunken. Und von atmen und schwimmen gleichzeitig rede ich hier noch gar nicht.
Es war wirklich jedes Mal eine Überwindung hinzugehen und jedes Mal war ich unglaublich erleichtert und stolz, dass ich es durchgezogen habe.
Ich kann auch jetzt noch nicht wirklich kraulen, aber ich weiß, dass ich es mit viel Übung schaffen kann.
Und sobald die Bäder wieder geöffnet sind, werde ich weiter hustend und prustend durchs Becken platschen – solange bis ich es kann…


Wer noch nie einen Fehler begangen hat, hat noch nie etwas Neues ausprobiert.

Albert Einstein

 

Ich freue mich immer sehr, wenn du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt – also keine Scheu!!!

 

Achtsame Grüße und bis morgen, eure Viktoria

 

Übung gesehen, getestet und für gut befunden in „Wake Up! 54 Ideen für ein achtsames Leben“ von Chris Baréz-Brown