erstaunlich

 

An diesem schönen Feiertag wundere ich mich, dass es doch tatsächlich schon die fünfte Woche ist, die nun für uns im Homeoffice, Homeschooling und mit Abstand halten und zuhause bleiben beginnt.

Noch mehr wundere ich mich aber, wie sehr ich mich schon daran gewöhnt habe.
Vieles, was noch vor wenigen Wochen ungewohnt, komisch oder vielleicht sogar undenkbar gewesen wäre ist jetzt plötzlich völlig normal.

Zum Beispiel:

  • Die Straßenseite wechseln, wenn mir beim spazieren gehen jemand entgegen kommt.
  • Im Supermarkt zwischen den Gängen warten, bis ich wieder den berühmten Meter Abstand einhalten kann.
  • Die Familienfleischweihe über Videokonferenz.
  • Videotelefonieren mit Familie und Freunden.
  • Kinder (oder Katzen), die während einem beruflichen Termin plötzlich durch das Bild laufen.
  • Sich genau überlegen, was man braucht und noch gezielter als davor einzukaufen.

Der Mensch ist doch wirklich erstaunlich…


TAG 13

Und dann?

 

Niemand, der auch nur ansatzweise seriös ist, kann uns im Moment sagen, wie lange diese Krise noch dauern wird, aber sie wird definitiv irgendwann wieder vorbei sein.

Die Situation können wir nicht ändern, wie wir damit umgehen aber schon.

Und deshalb habe ich heute eine vielleicht etwas ungewöhnliche Bitte an dich:


Such dir einen ruhigen Ort, nimm dein Notizbuch und überlege dir folgendes:

Was möchtest du nach der Krise (wann auch immer das sein wird) als erstes wieder tun?

Was sind Dinge, die du nach der Krise nicht mehr so machen möchtest wie vorher?

Pläne machen, mich auf etwas freuen und Perspektiven finden – das ist mein Weg um in dieser Krise nicht verrückt zu werden. Vielleicht ist er das ja auch für dich?


Natürlich möchte ich dir meine Listen nicht vorenthalten:

Meine Top 5 Dinge, die ich nach der Krise als erstes wieder tun möchte:

1. meine Freunde und Familie umarmen (und ganz lange nicht mehr loslassen)
2. mit unseren besten Freunden gemeinsam kochen und essen
3. zu den Kindern sagen „Ja klar könnt ihr zu eurem Freund spielen gehen“
4. mit meiner Familie auf ein Eis gehen und im Gastgarten sitzen
5. die Kinder in die Schule bringen, in Ruhe arbeiten, sie abholen dann die gemeinsame Freizeit genießenMeine Top 3 Dinge, die ich nach der Krise nicht mehr so machen möchte wie vorher:

1. uns bis auf die letzte Minute verplanen
2. zu glauben immer für jeden, egal ob privat oder beruflich, erreichbar sein zu müssen
3. über Banalitäten ( wie zum Beispiel das Wetter, den Verkehr, die nicht verfügbaren Bio Zitronen beim Spar…) sudern

Was steht denn auf deiner Liste?


Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Ich freue mich immer sehr, wenn du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt – also keine Scheu!!!
Achtsame Grüße und bis morgen, eure Viktoria